Der Gemeinderat der Stadt Leonding hat in seiner heutigen Sitzung den Rechnungsabschluss für das Jahr 2025 beschlossen. Die Stadtgemeinde konnte das Finanzjahr 2025 mit einem Ergebnis der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 1.059.160 positiv abschließen.
Dass viele Städte und Gemeinden mittlerweile in Finanznot sind, ist längst kein Geheimnis mehr. Regelmäßig werden Berichte über Gemeinden veröffentlicht, die sich im Härteausgleich befinden, weil die Ausgaben die Einnahmen deutlich übersteigen. Um dies für Leonding zu vermeiden, hat die Stadtgemeinde letztes Jahr ein umfassendes Konsolidierungspaket geschnürt, das Einsparungen in Höhe von gesamt EUR 14 Millionen in den Jahren 2026 bis 2030 vorsieht. Gespart hat Leonding aber bereits davor, die positiven Auswirkungen sind nun im Rechnungsabschluss 2025 spürbar.
So konnten 2025 die Personalkosten um rund EUR 800.000 reduziert werden, da beispielsweise auf Nachbesetzungen bei Austritten verzichtet wurde. Zudem hat die Stadt zwei Liegenschaften verkauft. Der Verkauf brachte nicht nur Erlöse ein, sondern eine der Liegenschaften hätte in nächster Zeit mit beachtlich hohen Sanierungskosten zu Buche geschlagen.
Gute Nachrichten gab es auch beim Thema Förderungszusagen, so hat Leonding mehr Einnahmen bei den Förderungen für Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden erhalten, als ursprünglich veranschlagt. Auch für Feuerwehrfahrzeuge konnte finanzielle Unterstützung durch den Katastrophenschutzfonds abgerufen werden, außerdem hat die Stadt höhere Ertragsanteile erhalten, als zuvor vom Land OÖ mitgeteilt wurden.
2025 hat Leonding anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Stadt“ der Bevölkerung viele Veranstaltungen geboten. Ein Teil der Ausgaben konnte durch Sponsoringeinnahmen namhafter Firmen wieder eingenommen werden.
Obwohl das notwendige Einsparprogramm konsequent umgesetzt wurde, konnten trotzdem Gesamtinvestitionen in Höhe von EUR 12,4 Millionen umgesetzt werden, wozu die Stadt ein Darlehen in Höhe von EUR 6,6 Mio. aufnehmen musste. Im Voranschlag für 2025 ging man allerdings von einer deutlich höheren Darlehensaufnahme (EUR 10,1 Millionen) aus.
Das Ziel der Stadtpolitik ist es, den Menschen in Leonding auch trotz notwendiger Einsparungen ein vielfältiges und attraktives Angebot zu ermöglichen. Konkrete Beispiele dafür sind unter anderem der geplante Baustart für das fixe Gebäude der Digi-AHS in den Sommerferien sowie die laufenden Planungen für den Umbau der Mittelschule in Doppl-Hart. Beide Projekte zeigen, dass die Stadt Leonding trotz finanzieller Einschränkungen gezielt in die Zukunft investiert, insbesondere in den Bereichen Bildung, Infrastruktur und Lebensqualität für die Menschen in Leonding.
„Insgesamt zeigt der Rechnungsabschluss des Vorjahres, dass wir mit unserem Budget sorgfältig umgehen. Verantwortungsvolle Planung und konsequente Umsetzung sichern nicht nur Stabilität, sondern geben auch Spielraum für wichtige Projekte. Und genau diesen Spielraum wollen wir keinesfalls riskieren zu verlieren“ sind sich Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek und Finanzstadtrat Harald Kronsteiner einig.

