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Vorbereitung schafft Sicherheit

Leonding zeigt Stärke im Katastrophenschutz

Wie gut ist eine Stadt auf Krisensituationen vorbereitet? In Leonding beschäftigt man sich mit dieser Frage nicht erst seit gestern. Die Stadt investiert seit Jahren konsequent in den Katastrophenschutz, und das mit Erfolg. Die groß angelegte Blackout-Stabsübung im Vorjahr gilt dabei als wichtiger Meilenstein in einer umfassenden Sicherheitsstrategie. Unter realitätsnahen Bedingungen wurde ein großflächiger Stromausfall simuliert, der zu einem vollständigen Blackout eskalierte. 

160 Szenarien mussten von den Einsatzkräften und dem Krisenstab bewältigt werden, von Kommunikationsausfällen über Versorgungsengpässe bis hin zu organisatorischen Herausforderungen. Insgesamt arbeiteten 56 Beteiligte, darunter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt, Vertreterinnen und Vertreter der Blaulichtorganisationen, externe Expertinnen und Experten und der Zivilschutzbeauftragte, intensiv zusammen und investierten mehr als 450 Stunden in Vorbereitung und Durchführung. Doch die Blackout-Übung war nicht die erste Bewährungsprobe für die Stadt. In den vergangenen Jahren konnte Leonding bereits mehrfach zeigen, wie wichtig funktionierende Krisenvorsorge ist. Besonders bei Starkregenereignissen und Hochwasserlagen bewährten sich die aufgebauten Strukturen, Schutzmaßnahmen und die enge Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Einsatzorganisationen und freiwilligen Helferinnen und Helfern. 

Auch während der Corona-Pandemie zeigte sich, wie entscheidend funktionierende Krisenstäbe, klare Kommunikation und koordinierte Abläufe für die Sicherheit und Versorgung der Bevölkerung sind. Parallel dazu setzte man in Leonding in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen: Die Stadt hat den Ausbau des Hochwasser- und Hangwasserschutzes konsequent vorangetrieben, Notfall- und Kommunikationspläne laufend aktualisiert und die Zusammenarbeit mit Einsatzkräften intensiviert. Darüber hinaus befasst sich die Stadt mit neuen Bedrohungslagen, wie z.B. Cyberangriffen, intensiv und schult ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter laufend. 

Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek sieht darin eine zentrale Verantwortung der Stadt: „Krisen kommen meist unerwartet, deshalb sollte man immer vor der eintretenden Lage sein. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich Investitionen in den Katastrophenschutz auszahlen. Ob bei Hochwasserereignissen, während der Pandemie oder möglichen Blackout-Szenarien. Leonding hat bewiesen, dass wir Herausforderungen gemeinsam und professionell bewältigen können.“

Auch Stadtamtsdirektor Uwe Deutschbauer betont die Bedeutung langfristiger Vorsorge: „Katastrophenschutz ist keine Einzelmaßnahme, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Wir arbeiten laufend daran, Abläufe zu verbessern, Risiken neu zu bewerten und unsere Einsatzfähigkeit weiter auszubauen. Wir sind in der Krisenbewältigung in Oberösterreich sicher ganz vorne dabei.“

Die Stadt sieht Katastrophenschutz jedoch nur bedingt als Aufgabe der öffentlichen Hand. Auch Vorbereitung der Bevölkerung selbst spielt eine entscheidende Rolle für den erfolgreichen Umgang in einer Krise. Daher setzt Leonding verstärkt auf Bewusstseinsbildung und informiert regelmäßig über Selbstvorsorge im Krisenfall. So werden auch beim Stadtfest Vorträge sowie ein Informationsstand zum Thema Vorsorge und Katastrophenschutz angeboten. 

Symbolfoto Katastrophenschutz-Übung

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